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Das Prostatakarzinom

Prostatakrebses.
ICD-10: C61Ops: 5-604


Das Problem des Prostatakrebses

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Es ist die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland nach dem Lungen- und Darmkrebs. Die Prostata liegt zwischen dem Blasenhals und der Schließmuskulatur und umschließt die Harnröhre. Daher kann die erkrankte Prostata die Kontinenz beeinflussen.

Sie besteht aus zwei seitlichen, einem vorderen, einem mittleren Lappen und einer Kapsel. Die Entartung entsteht in der Kapsel meist beim älteren Mann. Insofern ist die Prostatavorsorge ab dem 40. Lebensjahr ratsam. Die Früherkennung erhöht die Heilungschancen des Prostatakrebses. Die Entartung beim Prostatakarzinom verläuft langsam, so dass das Karzinom erst in der Autopsie beobachtet wird.

© Gus Moretta / unsplash.com

%

in Alter bis 35 Jahre

%

in Alter 80 Jahre

Erkrankungs-inzidenz:
Tumor in Autopsie

Familiäre Vorerkrankungen verdoppeln das Erkrankungsrisiko. Des Weiteren ist die ethnische Abstammung von Bedeutung. Schwarze US-Amerikaner sind von der Krankheit am meisten betroffen, hingegen kommt sie bei Asiaten am seltensten vor. Lebensgewohnheiten, wie Sport und Ernährung, sowie die Einschränkung des Konsums von rotem Fleisch und Calciumzufuhr senken das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Die Erkrankung verursacht zudem eine Veränderung des Erbgutes und der Reaktion der Rezeptoren auf das männliche Hormon Testosteron. Demzufolge bildet das Prostatakarzinom unterschiedliche Zellen und reagiert auf den Testosteronentzug unterschiedlich. Es überschreitet die Kapsel bis in die Nebenorgane und Lymphknoten oder metastasiert in den Knochen, sofern es nicht behandelt wird.

Die Erkennung und Behandlung des Prostatakarzinoms richtet sich nach dem Serumwert des prostataspezifischen Antigens (PSA), dem Pi-Rad score der multiparametrisches Magnetresonanz Tomographie (MRT) und dem histologischen Gleason Score, d.h. nach den Werten der biochemischen, radiologischen und histologischen Ergebnisse, anders gesagt nach den Blut-, Röntgen- bzw. mikroskopischen Gewebeuntersuchungen. Der Nukleare Knochen-Scan ist bei massiv erhöhtem PSA Wert eine Methode, um Knochenmetastasen auszuschließen.

Die Prostatazellen produzieren Prostata Spezifische Membran Antigen (PSMA). Die Produktion korreliert mit der Aggressivität des Tumors. PSMA ist ein Indikator für die Erwartung der Prostatakarzinom-Erkrankung. D.h. je weniger ist deren Expression, desto besser die Erwartungen (Prognose). Die PSMA wird als biochemische Aktivität bildgebend aufgefasst. Das Verfahren ist mit Positron Emission Tomographie (PET) und Computertomographie (CT) als Hybrid Verfahren durchgeführt.

Diagnostische und prognostische Klassifikationen des Prostatakarzinoms:

Gleason Scor
Beurteilung die feingewebsbeschafenheit des Tumors und dessen Aggressivität (3+3=6 nicht aggressiv / 5+5=10 aggressiv).

TNM-klassifikation
Vermittelt die Tumorstadium T (x-4), Befall von Lymphknoten N (x-1) und Fern Befall anderen Organen M (0-1a,b,c).

PSA
Bekannt als Tumormarker. Spiegel die Biochemische Aktivität des Tumors und dient als Monitor der Erkrankung (normaler Wert 0-4 ng/ml).

Erkrankungsinzidenz


Erkrankung pro Jahr:
110 pro 100.000 Einwohner


Tumor in Autopsie:
5% in Alter bis 35 Jahre
59% in Alter 80 Jahre


Familiärer Zusammenhang:
genetisch veranlagt


Ernährung:
ernährungsabhängig


Ethnisch bedingte Neigung:
vorhanden

Das Prinzip ist die Anreicherung des Körpers mit dem schwachen radioaktiven Medikament (68Ga/Glucose Transporter) welche in den Zellen bis eine bestimmte Stufe verstoffwechselt wird und in die Zelle sich vermehrt, anders gesagt akkumuliert. Die Konzentration des Metabolit wird durch kompliziertes Verfahren aufgefasst und mit CT bzw. MRI korreliert und als Bild dargestellt. Die Aufnahme des radioaktiven Medikament unterliegt die standardisierte Aufnahme Wert, “Standard Uptake Value” (SUV). SUV ist weniger bei den gutartigen Prostata Zellen im Vergleich zu Tumorzellen.

Die PSMA-PET/CT dient zur Diagnostik der primär Tumor in intermediate und hoch Risiko Patienten, Metastase, Lymphknoten oder niedriger Tumoren mit PSA-Wert. PSMA ist geeignet für gezielte radionuklidtherapie des Tumors. 68Ga-PSMA ermöglicht auch bessere Auffassung den Knochenmetastasen. PSMA-PET/MRI ist neulich mit hohe Sensitivität und Spezifität in Einsatz. Prospektive Studien fehlen noch um das Verfahren als Standard zu etablieren. Der Differenz in die SUV gibt hoffnung in die Differenzierung zwischen gutartigen und bösartigen Zellen beim erhöhten PSA ohne Nachweis von Tumor in die Biopsie.

Die Lebenserwartung ist vom Stadium des Prostatakrebs abhängig. Die Behandlung durch radikale Chirurgie, Hormonentzug, Bestrahlung, Nukleares Seeding (Brachytherapie), Chemotherapie, Checkpoint-Inhibitoren oder einer Kombination davon richtet sich nach Stadium und PSA-Niveau. Die konservative Beobachtung oder „active surveillance“ ist für Patienten mit erhöhtem PSA ohne histologischen Nachweis (graue Zone) zu empfehlen.

Männer: Anatomie — Prostata

BlaseHarnröhreHodensackNierePenisProstata

Die Prostata und sein Aufbau

Diagramme von Dr. Elseweifi


Alle unsere Diagramme wurden von Dr.med. Elseweifi in Zusammenarbeit mit Illustratoren entworfen und hergestellt. Wir hoffen, dass sie Ihnen das Verständnis erleichtern.

Anatomie die Prostata

Mittlerer Langschnitt (Medianer Longtudinaler Schnitt)

A01 — Prostata
A02 — Schamknochen
A03 — Bauchdecke
A04 — Blase
A05 — Dickdarm
A06 — Samenblase
A07 — Samenleiter

Die Prostata und sein Aufbau

© masculine — Diagramm: CC BY-NC-SA 4.0

Anatomie die Prostata

Vorderer Medianer Schnitt

B01 — Prostata
B02 — Harnventil Schließmuskulatur
B03 — Prostatakapsel
B04 — Samenhügel
B05 — Samenblase
B06 — Blasenhals

Die Prostata und sein Aufbau

© masculine — Diagramm: CC BY-NC-SA 4.0

masculine

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prostate (präsˌtāt)простата (prostata)前列腺 (Qiánliè