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Die Harninkontinenz

Inkontinenz des Mannes.
ICD-10: N39Ops: 5-592 & 5-598.0


Wir lösen Ihr Problem des Harninkontinenz

Als Harninkontinenz, anders genannt Blasenschwäche ist jeglichen Verlust der Kontrolle über die Harnblasenfunktion, vor allem ein ungewollter und unbemerkter Abgang von Urin, zu bezeichnen. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, wobei deren Prävalenz und Ausmaß bei fortgeschrittenem Alter zunimmt.

Die Ursachen hierfür können z.B. eine neurologische Hyperaktivität der Blasenwand oder, häufiger, eine anatomische mechanische Schwäche des Schließmuskels der Blase sein. Männer können unter Belastungs- bzw. totaler Harninkontinenz nach einer radikalen Prostatektomie leiden. Die Ursache hierfür ist eine Verletzung der Schließmuskulatur bei dem Versuch, die Prostata mit umgebendem gesundem Saum zu entfernen.

© Charles Buchler / unsplash.com

Die Ursache, warum manche Männer unter diesem sozial schwerwiegenden Problem leiden, liegt in:

  • Vergrößerte Prostata,
  • Radikale Prostatektomie,
  • Stress,
  • Unfälle…

Formen der Inkontinenz:

Belastungsinkontinenz

„Stressinkontinenz, Blasenschwäche“
(Heben, Treppensteigen, Husten, Niesen, Blasenentzündung)


Multiplen Geburten oder Operationen können zur Beckenbodenschwäche und Blasensenkung führen.

SchweregradBegünstigte Faktoren
Grad I°Urinverlust bei starker körperlicher Belastung wie beim Niesen, Lachen, Husten oder Pressen
Grad II°Urinverlust bei leichter körperlicher Belastung, wie beim schnellen Gehen, Laufen, Heben oder Treppensteigen
Grad III°Urinverlust bei geringer körperlicher Belastung, wie beim Gehen, Aufstehen vom Sitzen oder stehen ohne körperliche Betätigung
Dranginkontinenz

(Cystitis, Vergrößerte Vorsteherdrüse, DM, Übergewicht, Schlaganfall, Alzheimer, Parkinson, MS)


Es entsteht ein plötzlicher starker Harndrang, so dass oft Urinverlust vor Erreichen der Toilette bemerkt ist. Man denkt falschweiser falscherweise an ein zu kleines Fassungsvermögen der Blase..

Mischinkontinenz

Es ist eine Kombination von Belastung- und Dranginkontinenz.

Überaktive Blase

„Reizblase“
(Neurogen, Cystitis, Harnröhrenentzündung, Vergrößerte Prostata, Harnröhrenenge)


Die „Internationale Incontinence Society“ (ICS) definiert sie durch einen schlagartigen, ununterdrückbaren Harndrang, der die betroffene Person zwingt, unmittelbar eine Toilette aufzusuchen. Drang muss mindestens 8 Mal pro 24 Stunden gespürt werden um die Diagnose zu erstellen.

Überlaufinkontinenz

(vergrößerte Vorsteherdrüse)


Der unwillkürlicher Urinverlust passiert ohne Druck oder Gefühl. Die Blase ist überdehnt (chronische Retention) und mit Urin gefüllt so, dass jede Übermenge an Urin läuft unbemerkt automatisch aus. Der Form ist in vernachlässigte vergrößerte Prostata zu bemerken. Sie ist meistens mit Entzündung begleitet.

Reflexinkontinenz

(Rückenmarkverletzung, MS, Neurogen)


Ein Verletzung des vom Gehirn ausgehenden Hemmungsnerven im Unterbereich des Rückenmarks (S2-4) oder des Blasenfunktion-Kontrollzentrums im Gehirn lässt die Blase ungehemmt funktionieren. Die Blase steht kontinuierlich unter einem Aktivierungsimpuls. Sie kontaktiert und treiben Urin unwillkürlich aus. Ein weiteres Problem ist die fehlende Koordination mit der Beckenmuskulatur welche zur unvollständigen Entleerung und Restharnbildung führt. Wenn der Schaden oberhalb des Blasenfunktionszentrum ist (Upper Motor Neuron Lesion „UMNL“), wird starker Rückdruck auf die Harnleitern und Nieren ausgeübt (Detrusor-Sphincter-Dyssynergie). Die Nierenfunktion wird auf Dauer beschädigt. Wenn dagegen der Schaden unterhalb der Blasenfunktionszentrum ist (Lower Motor Neuron Lesion „LMNL“), wird die Blase schlaff und verursacht Überlaufinkontinenz.

Extraurethrale Inkontinenz

(Angeborene Erkrankungen der Harnröhre)


Die Mündung eines Harnleiters hinter der Schließmuskulatur, Cystocele

Lachinkontinenz

Bettnässen

(Kindesalter: Enuresis, nachts oder tagsüber)

Die Behandlung der Inkontinenz unterteilt sich je nach Typ und Grad der Inkontinenz. Die primäre Behandlung ist durch Beckenbodengymnastik, Gewichtsabnahme, Bekämpfung einer möglichen Blasenentzündung, Hilfsmittel und Medikamente. Die Inkontinenz des Mannes wird durch eine Blasenhals- bzw. Harnröhren-Manschette (Ventil) „Scott Sphincter“ oder ein TVT-Band, welches unter der Harnröhre durchgezogen wird, behandelt. Der Erfolg ist strikt von der Indikation und Erfahrung des Operateurs abhängig.

Männer: Anatomie — Blase

BlaseHarnröhreHodensackNierePenisProstata

Die Blase und sein Aufbau

beschreibende Anatomie des Körpers


Alle unsere Diagramme wurden von Dr.med. Elseweifi in Zusammenarbeit mit Illustratoren entworfen und hergestellt. Wir hoffen, dass sie Ihnen das Verständnis erleichtern.

Anatomie der Blase

Mittlerer Langschnitt (Medianer Longtudinaler Schnitt)

A01 — Blase
A02 — Dickarm
A03 — Samenblase
A04 — Prostata
A05 — Harnröhre
A06 — Schamknochen
A07 — beckenboden

Die Blase und sein Aufbau

© masculine — Diagramm: CC BY-NC-SA 4.0

Anatomie der Blase

Vorderer Medianer Schnitt

B01 — Blase
B02 — Blasenhals
B03 — Harnröhre
B04 — Beckenbodenmukulatur
B05 — Prostata
B06 — Blutgefässe
B07 — Harnleiter

Die Blase und sein Aufbau

© masculine — Diagramm: CC BY-NC-SA 4.0

masculine

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Diese Diagramme sind intellektuelles Eigentum von Herrn Dr.med. Aref Elseweifi. Die Nutzung der Diagramme erfordert eine schriftliche und/or elektronische Erlaubnis.

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