Die Prostata oder auch Vorsteherdrüse ist ein Drüsenorgan im kleinen Becken unterhalb der Harnblase. Die Prostata besteht einerseits aus einer Vielzahl von traubenartig angeordneten Drüsen und andererseits aus einem diese Drüsen umgebenden Gerüst aus glatter Muskulatur und Bindegewebe. Die Muskulatur zieht sich während des Samenergusses zusammen und entleert so das Prostatasekret in die Harnröhre. Die aus der Harnblase zum Penis ziehende Harnröhre wird ringförmig von der Prostata umgeben. In diesen Teil der Harnröhre, der so genannten prostatischen Harnröhre, münden auch die Gänge der Samenbläschen und die Samenleiter. Die Prostata wird über vegetative – d.h. nicht dem Willen unterliegende – Nervengeflechte im Becken gesteuert. Die Schließmuskel der Harnblase befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft ober- und unterhalb der Prostata. Die Blutgefäß-Nervenbündel zur Steuerung der Erektion verlaufen auf beiden Seiten in ihrer äußersten Hüllkapsel. Von der Vorderwand des Enddarms ist die Prostata lediglich durch eine in der Regel schmale, gedoppelte Bindegewebsschicht abgegrenzt. Aus diesen engen Lagebeziehungen ergeben sich die wesentlichen Ursachen für mögliche Begleiterscheinungen und Risiken sämtlicher Behandlungsverfahren von Prostatatumoren.

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