Vergrößerung des Hodensacks

Die Vergrößerung des Hodensacks
Auf die Größe der Geschlechtsorgane ist seit dem Anfang der Geschichte große Aufmerksamkeit gerichtet worden. Das lässt sich anhand alter ägyptischer und griechischer Tempelzeichnungen zeigen. Die Länge des Penis, sein Umfang und das Volumen des Hodensacks (Scrotum) gelten als Symbol von Männlichkeit und sexueller Kraft. Diese Tatsache beeinflusst die Selbstachtung eines Mannes, sein sexuelles Auftreten und beeinflusst darüber hinaus die Frauen beim Entstehen einer partnerschaftlichen Beziehung.
Dem Hodensack und seiner Größe im Verhältnis zum Penis wurde in der letzten Zeit größere Aufmerksamkeit entgegen gebracht. Die Entwicklung und Implantation von Hodenprothesen gestatten die Vergrößerung des Hodensacks. Die Implantation der neuen halbmondförmigen Prothesen oder auch der normalen Hodenprothesen ermöglicht einen neuen Blick auf das Organ ohne das Gefühl, überzählige Hoden zu besitzen.
Der Hodensack besteht aus sehr lockerer Haut, Muskulatur (M. detrusor) und Faszie. Er bildet die Umhüllung der Hoden einschließlich der Venen, Arterien und Nerven in diesem Bereich. Der Muskel des Hodensackes und seine Faszie haben eine Verbindung mit der Bauchwand und setzen sich bis in die Leiste fort. Die Nerven und Blutversorgung all dessen, was Inhalt des Hodensacks ist, wird als testikuläre Versorgung bezeichnet, während die Blut-und Nervenversorgung der Haut in Beziehung zur oberflächlichen Hautversorgung von Leiste und Damm steht. Das Verständnis dieser Tatsache ist wichtig, um eine Vergrößerung dieses Teils durch plastisch rekonstruktive Chirurgie zu erreichen. Die Muskulatur des Hodensacks kann sich zusammenziehen. Manchmal ist sie hyperaktiv und kann den Hoden in die Leiste und sogar bis in die Bauchhöhle ziehen, sofern die Verbindung zur Bauchhöhle nicht verschlossen ist. Das passiert besonders bei kaltem Wetter und führt zu einer Verkleinerung des Hodenvolumens. Die Hodenumhüllung kann zur Bauchhöhle hin auch eine Öffnung haben. Wenn der Druck in der Bauchhöhle ansteigt, kann ein Teil ihres Inhaltes in den Hodensack eintreten und dadurch eine sogenannte Hernie verursachen.
Es gibt Männer mit einem von Geburt an bestehenden unterentwickelten Hodensack, der auf Grund einer Fehlentwicklung der Hoden oder einer Fehlentwicklung der Bestandteile, die die beiden Hälften des Hodensacks bilden, entsteht. Ein durch einen Unfall bedingter Verlust oder die chirurgische Entfernung von Teilen des Hodensacks können ebenfalls zu dessen Ungleichheit oder dessen Verlust führen. Normalerweise sehe ich einen Patienten mindestens zweimal vor einer Operation, um einen Eindruck von ihm zu erhalten und um zu vermeiden, einen Patienten zu operieren, der unter Dysmorphophobie leidet. Patienten, die unter diesem Krankheitsbild leiden, sind der festen Überzeugung, daß bestimmte Teile ihres Körpers kosmetisch nicht ansprechend sind oder nicht zu anderen Teilen ihres Körpers passen. Diese Patienten werden mit keinem Ergebnis zufrieden sein und sollten von einem Psychologen behandelt werden.
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Man versucht das Volumen des Hodensacks entsprechend der Größe der darin befindlichen Hoden deutlich zu vergrößern. Die Größe der Hoden muss per Ultraschall vermessen werden, weil sie genau in die halbmondförmigen Prothesen passen müssen und deren Versorgung nicht behindert werden darf. Ebensowenig darf Druck auf die Hodenzellen ausgeübt werden. Dann erfolgt ein Schnitt in der Mitte des Hodensacks oder auf beiden Seiten, wobei ich aus kosmetischen Gründen den Schnitt in der Mitte bevorzuge. Anschließend werden die Hoden aus dem Hodensack entnommen. Die sterilen Prothesen sind von einem speziellen weichen Netzgewebe umgeben, dieses wird mit mehreren Nähten an den Hoden befestigt. An der Muskulatur des Hodensacks wird ein Schnitt gemacht, um dessen Kontraktionen etwas abzuschwächen ohne dabei jedoch die Blutversorgung zu gefährden. Dann werden beide Hoden wieder in den Hodensack eingefügt und an dessen Boden fixiert. Danach wird der Hodensack Schicht für Schicht wieder verschlossen und mit einem sterilen Verband versorgt. Die Operation wird ambulant in Allgemein- oder Lokalanästhesie durchgeführt. Zur Dokumentation des Ergebnisses wird der Zustand vor und nach dem Eingriff fotografisch festgehalten. Wenn eine Vergrößerung des Hodensacks gewünscht wird, geschieht dies mit Hilfe einer sogenannten V-Y Plastik, die zu sehr guten Ergebnissen führt und außerdem den Vorgang des „Zurechtrückens“ simuliert. In einer meiner Studien – bezüglich der Blutversorgung des Hodensacks und der Hoden – zeigte sich, dass die Hoden nach Implantation der Prothesen weder in ihrer Fortpflanzungsfähigkeit, noch ihrer hormonellen Funktion beeinträchtigt sind. Die Vergrößerungsoperation des Hodensacks hat keinen Einfluss auf die Erektion oder die sexuelle Leistungsfähigkeit. Sie hat auch keinen Einfluss auf Blutversorgung, Hormonproduktion oder Produktion und Entwicklung der Spermien. Haben die Prothesen die richtige Größe und werden sie richtig eingesetzt, so wird weder die Blutversorgung des Hodensacks, noch dessen Konsistenz, Farbe oder Erscheinungsbild beeinflußt. Ist der Hodensack zu klein oder nicht vorhanden, rekonstruiere ich ihn mit Hilfe von Hautlappen des Innenbereichs des Oberschenkels, in dem diese gedreht und deren Blutversorgung in das Gebiet des Hodensacks geleitet und dort fixiert werden.

Häufige Fragen (FAQ):
Ja. Der Hodensack besteht aus sehr elastischem Muskel- und Bindegewebe und kann gedehnt werden, um eine Prothese zu implantieren.
Mit Hilfe einer Prothese kann man ein Organ vergrößern oder ersetzen.
Ja, sie sind oval und den Hoden ähnlich. Es gibt drei Hauptgrößen. Sie können halbmondförmig sein, um den Hoden an der Innenseite zu fixieren und ihn zu vergrößern. Dies wird getan, um den individuellen Gegebenheiten zu entsprechen.
Sie bestehen aus medizinischem Silikon.
Sie verursachen weder eine Allergie noch Krebs, da sie aus medizinischem Silikon bestehen, für dessen besonderen Einsatz sie getestet sind.
Ja, sie sind steril.
Die Prothesen beeinflussen die Funktion der Hoden nicht, wenn sie sachgerecht ausgewählt und eingesetzt werden. Dann beeinflussen sie auch ebensowenig die Funktion oder die Durchblutung der Haut.
Sie werden durch einen Schnitt im Hodensack unterhalb der Hoden eingesetzt.
Sie ist von einem weichen Netz umgeben, in welches der Hoden gelegt und mit Nähten fixiert wird. Anschließend wird die Prothese in die Aushöhlung des Hodensackes eingesetzt.
Die Hodensackprothese besteht aus festem Silikon und dadurch ist die Konsistenz etwas härter als die einer Brustprothese. Die Hodenprothese ist weicher als die Hodensackprothese. Ihre Konsistenz entspricht in etwa der einer Brustprothese.
Die Hodenprothese vergrößert den Hodensack, aber die Vergrößerung ist auf die Größe der Prothese beschränkt. Sie verursacht ein Gefühl, als ob vier Hoden vorhanden wären. Die Hodensackprothese bewirkt eine noch stärkere Größenzunahme, da sie individuell hergestellt wird. Sie kann aber auch das Gefühl hervorrufen, nur zwei Hoden – wie im ursprünglichen Zustand – zu haben, da sie die Hoden in einer dafür vorgesehenen Aushöhlung hält.
Nein, denn die Operation wird unter Anästhesie durchgeführt. Der Körper passt sich der Prothese an und dadurch entstehen später keine Schmerzen.
Die Operation vergrößert nur den Hodensack. Sie beeinflusst nicht das kosmetische Erscheinungsbild des Penis.
Es handelt sich um einen geplanten kosmetischen Eingriff. Er hat keinerlei Auswirkung auf die körperlichen Funktionen und führt daher weder zu einer Minderung, noch zu einer Steigerung von Potenz oder Fruchtbarkeit (Fertilität).
Das Einsetzen der Hodenprothesen dauert ca. 30 Minuten, das Einsetzen einer Prothese des Hodensacks – dieser Eingriff ist etwas umfangreiche – dauert ca. 45 Minuten.
Nein, der Eingriff wird ambulant durchgeführt und nach zwei Stunden kann man wieder nach Hause gehen. Drei Tage später kann man wieder arbeiten.
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