Stein

Harnstein
Harnsteine sind Mineralkristalle, die sich in den Nieren, im Harnleiter und in der Blase bilden. Sie bestehen meistens aus Kalzium und einem anderen Stoff wie Oxalat oder Urat, einige sind aber auch aus Harnsäure. Die Ursache ihrer Entstehung hängt zum größten Teil von der Fähigkeit ab, Steine bilden zu können. Durch stark konzentrierten Urin, der zur Anhäufung der Kristalle führt, wird diese Fähigkeit unterstützt. Je kleiner der einzelne Stein ist, desto eher kann er den Körper wieder verlassen, ohne dabei eine Störung zu verursachen (spontaner Abgang). Die Steine, die zu einem Spontanabgang neigen, sind im Durchmesser selten größer als 2-3 mm. Größere Steine erfordern eine andere Therapie. Harnsteine bestehen aus unterschiedlichen Komponenten, z. B. aus Calcium Oxalat, Calcium Phosphat, Harnstoff, Cystin oder anderen Substanzen. Sie kommen vor allem bei Erwachsenen vor, aber in geringem Ausmaß auch bei Kindern. Die Wirksamkeit einer Diät unter Vermeidung von Schokolade, Tomaten, Spinat (enthält Oxalat), Milch (enthält Calcium) kann in seltenen Fällen hilfreich sein, ist aber wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Die beste Methode, um der Bildung von Harnsteinen vorzubeugen, besteht in der täglichen Flüssigkeitsaufnahme von mindestens 2 Litern, am besten in Form von Wasser. Dadurch wird der Urin verdünnt und der Kristallbildung, bzw. Steinbildung vorgebeugt. Die Behandlung der Steine ist von deren Größe und den Begleitsymptomen abhängig. Kleine Steine könnten mittels elektrohydraulischer Stoßwellen (ESWL) zertrümmert werden. Wenn der Stein groß verzweigt ist (Ausgussstein) ist die kombinierte Behandlung ESWL und Endoskop ratsam. In manchen Fällen muss der Stein offen-chirurgisch entfernt werden. Die offene Chirurgie ist in diesem Fall einfacher im Vergleich zur ESWL und auch besser geeignet für den Patienten, da die Behandlung von kurzer Dauer und preiswerter ist. Die Risikofaktoren für die Steinbildung: 1. geringe Flüssigkeitszufuhr, 2. chronische Entzündungen, 3. Fehlbildung im Harntrakt, 4. Verengung im Harntrakt, 5. Stoffwechselerkrankung (besonders bei Kindern), 6. falsche Ernährung.
Wie schütze ich mich vor Harnsteinen?
1. Bitte trinken Sie mindestens 2 Liter Flüssigkeit am Tag. Wasser eignet sich am besten als Flüssigkeit.

2. Lassen Sie chronische Entzündungen behandeln.

3. Essen Sie Kalzium (Milchprodukte) in geringen Mengen. Reduzieren Sie auch die Einnahme von oxalathaltigem Essen (Schokolade, Erdbeeren, Spinat).

4. Vermeiden Sie den Konsum von rotem Fleisch.

5. Lassen Sie sich von Ihrem Urologen untersuchen, wenn Sie an einer Verengung im Harntrakt leiden.

6. Gehen Sie zu regelmäßigen Kontrollen damit der Stein gegebenenfalls in der Frühphase entdeckt und behandelt werden kann.

Die alarmierenden Symptome: Schmerzen in der Seite (Flanken), Übelkeit, Brennen bei der Blasenentleerung oder Blut im Urin. Die verfügbaren Behandlungsmethoden: Die Zertrümmerung mittels elektrohydraulischer Stoßwellen, Lithotripsie, gepulster Laser, Endoskopie oder offene Chirurgie. Es ist einfach einen Stein durch Zertrümmerung zu behandeln, wenn die Indikation stimmt. Steine können auch endoskopisch entfernt werden.

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