Prostatabiopsie

Die Prostata ist eine Drüse, die von verschiedenen Erkrankungen befallen sein kann. Die häufigsten und somit wichtigsten sind eine chronische Entzündung, die vor allem jüngere Männer betrifft und Prostatakrebs, der vor allem bei älteren Männern auftritt. Beide führen zu einer Verhärtung der Prostata. Auch die eher selten vorkommende Bildung von Steinen innerhalb der Prostata kann das Gefühl entstehen lassen, die Prostata sei hart. Es ist sehr wichtig, jede Verhärtung der Prostata genauestens untersuchen zu lassen, um so eine Krebserkrankung ausschließen zu können. Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist bei Prostatakrebs in einer erhöhten Konzentration nachweisbar. Es kann aber auch erhöht sein, ohne dass eine Krebserkrankung vorliegt. Daher sollte bei jeder PSA-Erhöhung eine Biopsie (Probenentnahme) erfolgen.
Vor allem für ältere Männer, bei denen während einer rektalen urologischen Untersuchung in der Prostatakapsel ein harter Knoten festgestellt wurde. Diese Verhärtung kann mit Hilfe des Ultraschalls untersucht werden und zeigt dort eine hyporeflexive Struktur, das bedeutet, der Schall wird nur wenig reflektiert und führt so zu einer geringgradigen Schwärzung des entsprechenden Gebiets auf dem Bildschirm.

ProstateBiopsie

Der Patient liegt mit aufgestützten und angehobenen Beinen auf dem Rücken. Die Prostata wird rektal mit dem Finger und dem Ultraschallgerät untersucht. Dann werden Prostata und Umgebung mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Nun wird mit Hilfe des Ultraschallgeräts unter Sichtkontrolle eine spezielle Nadel in die Prostata eingebracht und anschließend werden mit einem speziellen Biopsieinstrument nach einem bestimmten Plan sechs Biopsien entnommen. Danach wird die Wunde verbunden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Nein, die Ursache hierfür kann auch ein Prostatastein oder eine lang andauernde Infektion der Prostatadrüse (chronische Prostatitis) sein.
Nein, denn sie wird unter Lokalanästhesie durchgeführt.
Das ist sehr wichtig, um eine Krebserkrankung auszuschließen, bzw. um im Falle einer Krebserkrankung die betroffenen Zellen genau bestimmen zu können, denn diese geben wichtige Hinweise, ob es sich um einen aggressiven Krankheitsverlauf handelt.
Manchmal kann es vorkommen, dass man während der Biopsie eine Art Pieksen spürt. Häufig kommt es auch zu einer Blutung aus der Harnröhre, diese hört aber nach einigen Stunden wieder auf. Auch kann es zu einer Infektion kommen, diese lässt sich aber durch die prophylaktische Zugabe von Antibiotika verhindern.
Man sollte viel Wasser trinken. Auch sollte beim Auftreten von Schmerzen, Fieber, Krämpfen oder Kopfschmerzen sofort der Urologe benachrichtigt werden.
Das passiert sehr selten. Wenn man das feststellt, sollte man nur leichte Nahrung zu sich nehmen und nach 1-2 Tagen hört das meist auf.
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