Nierenkrebs

Nierenkrebs
in der Fachsprache auch Nierenzellkarzinom oder Nierenparenchymkarzinom genannt, ist eine Art Krebs, der auch als solider Krebs bezeichnet wird. Männer sind davon häufiger betroffen als Frauen. Das hierfür mitverantwortliche Chromosom konnte bereits identifiziert werden. Weitere Faktoren, die als ursächlich angesehen werden können, sind Chemikalien, die in einigen Teilen der Erde häufiger vorkommen, in anderen seltener. Die Erkrankung unterscheidet sich durch unterschiedliche Zelltypen. Sie ist anfänglich auf ein kleines Gebiet innerhalb der Nieren begrenzt und verursacht in diesem Stadium noch keine Symptome. Nimmt das Wachstum dann zu, so kommt es zu alarmierenden Krankheitszeichen. Werden diese dann bemerkt, so ist die Erkrankung aber bereits weit fortgeschritten. Die erwähnten Symptome äußern sich dann meist in einer Vergrößerung der betroffenen Seite und Schmerzen in dieser. Weitere Krankheitszeichen können blutiger Urin und manchmal auch blutiges Sputum (Auswurf beim Husten) sein. Das letztgenannte Krankheitszeichen ist sehr ernstzunehmen, da es ein Übergreifen der Erkrankung auf die Lunge andeutet. Dann ist eine einmal jährlich stattfindende urologische Untersuchung sehr wichtig, um die Erkrankung in einem frühen Stadium zu erkennen. Hierbei kann die Erkrankung per Ultraschall leicht diagnostiziert und anschließend gut therapiert werden. Einige bösartige Zellen des Nierenzellkarzinoms gelangen über das Blut in Lunge, Leber und Knochen. Die Erkrankung unterteilt sich in vier Stadien. Im frühen Krankheitsstadium besteht die Therapie im Entfernen der betroffenen Niere. Im späten Stadium erfolgt eine Behandlung mit Interfon, durch Immuntherapie, Chemotherapie oder durch Gentherapie.

3RenalTumor

Für Patienten, die in gutem Allgemeinzustand sind und bei denen die Erkrankung noch in einem frühen Stadium ist. Das bedeutet, sie ist auf die Niere begrenzt und es sind noch keine Lymphknoten betroffen.
Es erfolgt ein Einschnitt auf der betroffenen Seite unterhalb des Brustkorbs. Dann wird das Bauchfell (Peritoneum) eröffnet. An den Organen der Bauchhöhle vorbei – diese werden vorübergehend sorgfältig beiseite gelegt – gelangt man zur Niere, die zusammen mit Harnleiter, Vene und Arterie präzise dargestellt wird. Dann wird die Nierenarterie abgeklemmt, zwischen zwei Klemmen durchschnitten und aus Sicherheitsgründen doppelt unterbunden. Man versichert sich anschließend, dass wirklich nur eine oder zwei Nierenarterien vorhanden sind. Dann wird die Nierenvene untersucht, um sicher zu gehen, dass sich darin keine Absiedlungen (Metastasen) der Krebszellen befinden. Sie wird dann ebenfalls abgeklemmt, zwischen zwei Klemmen vorsichtig durchschnitten und doppelt unterbunden. Auf ähnliche Art wird der Harnleiter unterbunden. Dann wird die Niere entfernt. Man muss auch eine kleine Drüse oberhalb der Niere (Nebenniere), die mit der Niere durch eine Arterie verbunden ist, beachten. Sie wird dann ebenfalls nach Sicherung ihrer Blutgefäße entfernt. Außerdem entfernt man noch ein oder zwei Lymphknoten, um das Stadium der Erkrankung pathologisch festlegen zu können. Anschließend werden die Bauchorgane der Reihenfolge nach wieder in die Bauchhöhle gelegt und die Operationswunde dann Schicht für Schicht wieder verschlossen.
Es handelt sich hierbei nicht um einen ambulanten Eingriff, sondern die Operation erfolgt im Krankenhaus. Die Vorbereitungen hierzu sind die gleichen wie bei anderen Operationen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ):
Nierenzellkrebs wird als sogenannter solider Krebs bezeichnet. Ursache und Verhalten sind sehr ähnlich wie bei Brustkrebs. Er entwickelt sich als Folge genetischer Veränderungen, die die Zellen ähnlich einer Überaktivität hin zu Krebszellen verändern.
Ja, es gibt 4 Stadien, die sich auch hinsichtlich der Behandlungsmodalitäten unterscheiden.
Beste Chancen bestehen, wenn die Erkrankung in einem sehr frühen Stadium entdeckt wird. Dann sollte die Niere auf jeden Fall entfernt werden und der Patient sich einer strikten urologischen Nachsorge unterziehen. Ist die Erkrankung schon weiter fortgeschritten, so erfolgt die Behandlung mit Interferon. Sind schon Auswirkungen in der Lunge auszumachen, dann spricht man vom Spätstadium.
Darüber gibt es wissenschaftliche Untersuchungen. Die 5-Jahresüberlebensrate ist im Frühstadium hoch, abhängig davon, ob das Organ nach Diagnosestellung rasch entfernt wurde und wie konsequent die Nachsorge erfolgt.
Der Zweck der Operation ist die Entfernung der Niere. Das bedeutet die Entfernung der aggressiven und konsumierenden Zellen. Abhängig vom Allgemeinzustand ist es möglich, nach ca. 6 Monaten wieder berufstätig zu sein. Innerhalb eines Jahres nach erfolgter Operation kann man wieder von annähernd normaler Lebensqualität sprechen. Ist der Krankheitsprozess bereits fortgeschritten, so kann man davon ausgehen, dass mit Einbußen der Lebensqualität zu rechnen ist.
Ja, im fortgeschrittenen Stadium erfolgt die Behandlung auch mit Interferon, mittels Gentherapie oder Immuntherapie.
In diesem Stadium ist die Lebenserwartung eingeschränkt. Dann erfolgt eine Behandlung in erster Linie, um die Lebensqualität so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.
Bis zum Abschluss der Wundheilung sind ca. 10 Tage Krankenhausaufenthalt erforderlich.
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