Hodenhydrozele, Hodenwasserbruch

Hierunter versteht man eine Ansammlung von klarer Körperflüssigkeit, die vom Hoden umhüllt wird. Sie entsteht spontan meist durch Reibung der beiden Oberflächen. Als Ursachen sind Verletzungen, enge Kleidung und Reibung beim Fahrrad fahren bekannt. Die Ansammlung kann als einzelne vorkommen oder in mehreren kleinen Bereichen, dann ist sie häufig Folge einer Infektion. Sie fühlt sich wie ein Klumpen an, ist schmerzhaft und kann sich entzünden. Die einzig mögliche Behandlung besteht darin, die Flüssigkeit zu entleeren und die Membran herauszuschneiden, die sie umgibt um so ein Wiederauftreten zu verhindern. Es gibt noch eine besondere Form der Hydrozele, die als Zyste am oberen Pol des Hodens auftritt. Diese sollte genauso behandelt werden.
Patienten, die unter den beschriebenen Symptomen leiden, sollten sich dieser Operation unterziehen. Kleine Hydrozelen, die nicht wachsen und keine Symptome verursachen, sollten nicht operiert werden.
Hydrozele

Der Patient liegt auf dem Rücken. Die Hoden werden durch einen Schnitt im Hodensack freigelegt. Die zarten Strukturen des Hodens werden aufgesucht und sorgfältig geschützt. Dann wird die Tasche der Hydrozele geöffnet, die darin enthaltene Flüssigkeit aufgefangen, deren Volumen bestimmt und eine Probe zwecks bakterieller und zytologischer Untersuchung entnommen. Die Tasche wird vollkommen entfernt und an den Rändern vernäht, um eine Blutung zu verhindern. Die Wunde wird anschließend koaguliert, um sicher zu gehen, dass sie trocken ist. Dann wird der Hoden zurück in den Hodensack gelegt und Schicht für Schicht verschlossen. Anschließend wird die Haut mit Hilfe von feinen nicht sichtbaren Nähten verschlossen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Nein, sofern sie nicht schmerzhaft ist, sich nicht entzündet oder sich nicht innerhalb von 6 Monaten vergrößert.
Nein, zwischen einer Hydrozele und Fertilität gibt es überhaupt keinen Zusammenhang.
Ja, das kommt gelegentlich vor, vor allem wenn die Tasche nicht komplett entfernt wurde.
Ja, das wird hin und wieder beobachtet.
Nein, denn dann kommt es zu einem erneuten Auftreten und außerdem besteht die Gefahr einer Infektion.
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