Erektile Dysfunktion

Erektile Dysfunktion entsteht durch eine Erkrankung der Arterien, Venen, Nerven oder des Gewebes des Penis. Auch psychischer Stress ist in 20% der Fälle die Ursache, und die Entgleisung des männlichen Hormons, starkes Rauchen, starker Alkoholkonsum, Nerven- und Herzerkrankungen, Hypertonie, Hypotonie, bestimmte Medikamente und Diabetes mellitus sind oft auch Auslöser. Die Gefahrenfaktoren dafür sind unter dem Beitrag „Prophylaxe“ aufgelistet. Die Behandlung richtet sich nach dem Hintergrund des Patienten. Von psychischer Unterstützung über eine medikamentöse Behandlung bis hin zur operativen Behandlung, durch die Implantation von Penisprothesen, wird alles angeboten.
Der Einsatz von flexiblen und semiflexiblen Penisprothesen bedeutet für die Behandlung der erektilen Dysfunktion einen großen Fortschritt. Entwicklungsfortschritte auf den Gebieten von Biochemie und Hydraulik führten zur Entwicklung dieser neuartigen Prothesen, die im Körper zu keinen unerwünschten Reaktionen führen. Sie funktionieren auf hydraulischer Basis. Sie können sicher und unauffällig implantiert werden und ihre Funktion entspricht weitgehend dem natürlichen Erektionsablauf.
Die Prothesen wurden bereits bei Tausenden von Patienten komplikationslos und erfolgreich implantiert. Der Penis besteht aus drei separaten Zylindern: dem Corpus Spongiosum (Harnröhrenschwellkörper) in dem die Harnröhre verläuft und den beiden seitlichen Corpora Cavernosa (Schwellkörpern), welche eine schwammartige Substanz enthalten. Diese können sich in Abhängigkeit der Durchblutung ausdehnen und ermöglichen dadurch die eigentliche Erektion. Wenn sie mit Blut gefüllt sind, werden sie steif, fließt das Blut wieder ab, so schlaffen sie auch ab. Die ungestörte Funktionsweise wird sowohl psychisch, als auch durch den Zustand der betreffenden Arterien, Venen und Nerven beeinflusst. Im Falle einer nicht erfolgreichen medikamentösen Therapie kann eine Penisprothese erfolgreich eingesetzt werden.
Die hydraulische Penisprothese hat zwei Zylinder, einen Flüssigkeitsbehälter und eine Pumpe. Die Erektion entsteht wenn man die Pumpe mehrmals drückt, so dass die Flüssigkeit vom Behälter in den Zylinder fließt und diesen füllt um eine Erektion hervorzubringen. Die Erektion wird beendet wenn man die Pumpe ununterbrochen drückt um die Flüssigkeit in den Behälter zurückfließen zu lassen.
Die semiflexible Penisprothese hat lediglich zwei Zylinder. Die Erektion wird erzielt wenn man sie nach oben biegt. Die Erektion wird beendet wenn man sie nach unten biegt.
Patienten, die nicht auf eine medikamentöse Behandlung der Impotenz ansprechen oder diejenigen, die keine Medikamente einnehmen möchten, kommen für diese Operation in Frage. Eine Penisprothese sollte aber keines Falls bei psychologisch bedingter Impotenz eingesetzt werden.
Semiflexible (biegsame) Prothese:Penisprothese_biegsam

Der Patient liegt auf dem Rücken. Ein langer Schnitt in der Mitte zwischen Penis und Skrotum (Hodensack) ermöglicht den Zugang zu den Schwellkörpern. Anschließend wird der betreffende Bereich von Blut und Geweberesten befreit und die Länge der einzusetzenden Prothese bestimmt. Diese wird dann eingesetzt.Hydraulische (aufpumpbare) Prothese:PenisprothHydr

Pnisprothhydr2

Der Patient liegt auf dem Rücken. Ein langer Schnitt in der Mitte zwischen Penis und Skrotum (Hodensack) ermöglicht den Zugang zu den Schwellkörpern. Anschließend wird der betreffende Bereich von Blut und Geweberesten befreit und die Länge der einzusetzenden Prothese bestimmt. Diese wird dann eingesetzt. Dann wird die aus Bindegewebe bestehende Trennwand des Hodensackes so präpariert, dass zwischen den beiden Hoden unsichtbar die noch fehlende Pumpe eingesetzt werden kann. Anschließend wird diese dort mit zwei Nähten fixiert. Danach erfolgt ein Einschnitt am seitlichen Unterbauch, um Zugang zum Bauchfell (Peritoneum) zu erhalten, welches dann eröffnet wird. Anschließend erfolgt eine tunnelartige Konstruktion zwischen dem Einschnitt zwischen Penis und Hoden und dem Einschnitt am Unterbauch. Jetzt werden die Verbindungsstücke zwischen den Zylindern und dem Flüssigkeitsreservoir durch den Tunnel durchgezogen und mit dem Flüssigkeitsreservoir verbunden. Das Flüssigkeitsreservoir wird in die Bauchhöhle, bzw. das Peritoneum eingesetzt und anschließend erfolgt der Wundverschluss. Anschließend wird durch Füllung der Zylinder eine Erektion erzeugt, um durch Druck auf das Gewebe eine Blutung zu vermeiden. Der Patient bekommt ein Hodensuspensorium angelegt. Es ist ratsam nach der OP für 1-2 Tage im Krankenhaus zu verweilen.

Venenligatur:Venenligatur

Eine Venenligatur kommt nur selten bei der Behandlung einer erektilen Dysfunktion vor.

Nein, es kommt anfangs zwar zu leichten Beschwerden, diese verschwinden aber nach ca. 4-6 Wochen.
Die Prothese verleiht dem erigierten Penis Festigkeit. Er fühlt sich ein wenig härter an, aber die Partnerin gewöhnt sich daran, denn der Unterschied ist nur minimal.
Der Geschlechtsverkehr kann nach ca. 6 Wochen wieder ausgeübt werden.
Ja, die hydraulisch aufblasbare Prothese führt in aufgeblasenem Zustand zu einer Verlängerung und Verdickung des erigierten Penis.
Nein, Sie können den Geschlechtsverkehr so oft und so lange ausüben wie Sie möchten.
Als wichtigste Komplikationen seien hier die Infektion (2-8%) und die Deformierung des Penis durch eine nicht richtig angepasste Prothese genannt, in sehr seltenen Fällen kann eine erneute Operation oder die Entfernung des Implantats notwendig sein.
Dies hängt von der Art der Prothese ab, nämlich ob sie halbstarr oder aufblasbar ist. In der Regel wird ein Großteil der Kosten von der Krankenkasse übernommen.
Lebenslang. In seltenen Fälle geht ein Ventil kaputt, das kann aber im Nachhinein repariert werden.
Die biegsame Prothese verursacht eine Dauererektion. Man muss den Penis nach unten biegen um die Erektion zu unterbrechen und die Kleidungen anziehen zu können. Die hydraulische Prothese bietet eine exzellente Erektion auf Abruf.
Prothesen gelten als gute Behandlung für die erektile Dysfunktion. Sie ermöglichen eine Erektion wenn und solange sie erwünscht ist. Sie ist auch eine Lösung für den verfrühten Samenerguss. Sie lässt dabei die Empfindlichkeit und die Lust beim Sex unberührt.
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